Akupunktur

Akupunktur ist das hierzulande bekannteste Behandlungskonzept aus der TCM. Es sind hunderte Akupunkturpunkte bekannt, die entlang der äußeren Anteile von Leitbahnen auf der Haut angeordnet sind und mit verschiedenen Techniken behandelt werden. Als Leitbahnen oder auch Meridiane bezeichnet man Energiebahnen, in denen Qi fließt. Darüber hinaus sind viele weitere wirksame Punkte beschrieben, die nicht zum Meridiansystem der klassischen TCM gehören, darunter auch die Voll´schen Gefäße.

Wörtlich übersetzt müsste man eigentlich von „Löchern“ sprechen, und auch anatomisch gesehen sind Akupunkturpunkte Öffnungen in Faszien, durch welche kleinste Gefäß- und Nervenbündel an die Oberfläche treten, wie Heine gezeigt hat.

Bei der Nadelakupunktur werden sterilisierte Einweg-Metallnadeln verwendet, mit denen die jeweiligen Akupunkturpunkte stimuliert werden. Dabei sind Stichtechnik, Stichtiefe und unterschiedliche Stimulationstechniken zum Ableiten oder Tonisieren der Punkte maßgeblich. Unter ESA wird die elektrische Stimulation der Akupunkturnadeln mit milden Gleichstrom-Reizen verstanden.

Unter Moxibustion versteht man die Erwärmung des Akupunkturpunktes durch glimmendes Beifußkraut.

Bei der Laserakupunktur wird Laserlicht unterschiedlicher Stärken und Dichten mit oder ohne Unterbrechung in bestimmten Frequenzen auf den Akupunkturpunkt aufgebracht.

Akupunktur als Therapieverfahren hat einen breiten Einsatzbereich. Eine von der WHO veröffentlichte Liste führt über 80 hilfreiche Anwendungen bei verschiedenen Erkrankungen auf. Die Indikationen-Liste der WHO für Akupunktur können Sie hier downloaden.

Bei sachgemäßer Anwendung hat Akupunktur nur wenige Nebenwirkungen. Im Bereich Schmerztherapie konnte eine signifikante Reduktion von Medikamente bei Anwendung von Akupunktur gezeigt werden. Ein auftretendes Schwere-, Hitze-, Taubheits- und Kribbelempfinden während der Akupunktur, das sogenannte De-Qi weist auf die richtige Positionierung der Nadeln hin und zeigt die lösende Wirkung auf die Energieströme in den Meridianen.

Ohrakupunktur ist die bekannteste Form von Mikrosystemakupunktur. Diese Formen der Akupunktur sind ursprünglich keine Akupunkturformen der TCM. Vielmehr wurden sie im Westen und in Japan entwickelt und unterliegen anderen therapeutischen Regeln. Andere Formen der Mikrosystem-Akupunktur sind z.B. Yamamoto-Schädelakupunktur, Mundakupunktur nach Gleditsch, NPSO nach Siener u.v.a.


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Mehr über die Anwendung von Akupunktur bei Schmerzen in unserem Schmerzzentrum.

Auch bei Stresserkrankungen und Hormonstörungen kann Akupunktur hilfreich sein.


Aus rechtlichen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass die Akupunktur ein Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin ist, das nicht zu den allgemein anerkannten Methoden der Schulmedizin gehört. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der Akupunktur beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten der Therapierichtung selbst und werden von der herrschenden Schulmedizin nur teilweise anerkannt.