Colon-Hydrotherpie

Dieses Ausleitungsverfahren wurde ursprünglich von der NASA zur schonenden und effektiven Darmreinigung der Astronauten entwickelt. Durch rotierend in den Dickdarm eingeleitetes Wasser erfolgt über den gesamten Dickdarm bis zum Übergang in den Dünndarm eine mechanische Beseitigung von Kotablagerungen bis tief in die Darmkrypten und eine Reduktion von dysbiotischen Keimen, Allergenen und Toxinen. Darüberhinaus wird die Durchblutung der Darmschleimhaut und reflektorisch die Darmmotilität angeregt. Indirekt erfolgt darüberhinaus eine Drainage der extrazellulären Matrix der Darmmucosa.

Indiziert ist das Verfahren bei allen akuten und chronischen Erkrankungen, die in Zusammenhang mit der Darmfunktion stehen sowie funktionellen Darmbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen sowie Magenübersäuerung und Leberfunktionsstörungen. Bei Niereninsuffizienz kann die Niere dadurch entlastet werden, daß harnpflichtige Substanzen vermindert werden. Colon Hydrotherapie ist hilfreich bei einigen Erkrankungen des rheumatischen Formkreises und bei allergischen Lungen- und Hauterkrankungen einschließlich Asthma bronchiale und Neurodermitis.

Colon Hydrotherapie unterstützt therapeutische Interventionen zur Behandlung chronisch rezidivierender Infekte der Nebenhöhlen, Rachenmandeln und Halsentzündungen, sowie Bronchitis, Harnwegs- und Blasenentzündungen und Prostatitis.

Auch bei funktionellen Beschwerden, vor allem bei Müdigkeit und Erschöpfungssymptomen, erhöhter Schweißneigung bis hin zu bestimmten Formen der Migräne setzen wir das Verfahren ein.darm1

In Zusammenhang mit Fastenkuren und als „Frühjahrsputz“ wird Colon Hydrotherapie ebenfalls gern in Anspruch genommen.

Neben reaktiven Beschwerden im Rahmen der Ausleitung gibt es für die Colon Hydrotherapie eine Reihe sogenannter Kontraindkationen, bei denen das Verfahren nicht angewendet werden soll.

Die Therapie dauert 45-50 Minuten und sollte 6-10 mal, in der Regel ein- bis zweimal pro Woche stattfinden. Dem auf dem Rücken liegenden Patienten wird dabei ein Spülrohr 4-6 cm in den Enddarm schonend mit Gleitgel eingeführt und mit dem Colon-Hydrotherpie-Gerät verbunden. Dann wird zunächst in freiem Fluß mit körperwarmem Wasser der Dickdarm gespült und durch Bauchmassagen die Spülung unterstützt. Im Verlauf der Therapie werden mehrere Stauphasen bis zum Gefühl von Stuhldrang durchgeführt, um verhärtete Kotpartikel „einzuweichen“ und durch Massagetechniken zu lösen. Die gelößten Partikel werden vom Behandler durch Beobachtung im Sichtrohr beurteilt. Ziel ist es, feinen schweren Griesel aus den Darmkrypten zu entfernen, der langsam am Boden des Sichtrohres entlang wandert.

Je nach Indikation kann während der Therapie darüberhinaus die Temperatur des eingeleiteten Wassers erhöht oder erniedrigt werden, oder dem Spülwasser Zusätze wie Kamille, Zinnkraut oder Basen beigemischt werden.