Zellsymbiosetherapie nach Kremer

Die Zellsymbiosetherapie wurde von Dr. med. Heinrich Kremer entwickelt. Sie ist ein umfassendes Diagnose- und Therapiekonzept, das wir als Basisbehandlung vieler subakuter und chronischer Erkrankungen einsetzen, aber auch präventiv dienlich ist. „Gestörte Mitochondrien sind Grundlage vieler chronischer Krankheiten“, so Heinrich Kremer und genau hier setzt Zellsymbiosetherapie an: Ihr Ziel ist es, die Zellfunktionen wieder zu optimieren (Redifferenzierung), damit die durch Zellschädigungen geschwächten Selbstheilungskräfte des Körpers und teils auch hochschulmedizinische Therapien wieder greifen können.

In seinem Buch „Die stille Revolution der Krebs- und Aidsmedizin“ beschreibt Heinrich Kremer, welche Bedeutung die in den Naturwissenschaften schon lange bekannte Endosymbiontentheorie für die Entstehung von Krebs, AIDS und chronische Erkrankungen insgesamt hat: Man weiß heute, dass die Mitochondrien aus aeroben Proteo-Bakterien entstanden sind. Aerobe Bakterien sind Bakterien, die Sauerstoff zur Energiegewinnung benötigen. Vor zwei Milliarden Jahren aber beherrschten anaerobe Bakterien die Erde, sogenannte Archaen, die ebenfalls eine wesentliche Rolle in der Entwicklung menschlicher Zellen spielen. Anaerobe Archaea“ leben ohne Sauerstoff und stammen aus erdgeschichtlichen Zeiten, in denen es noch keinen Sauerstoff in der Atmosphäre gab. Man findet solche Bakterien auch heute noch in mehreren hundert Metern Meerestiefen in der Nähe von aktiven Vulkanen.

Mit Zunahme des Sauerstoffgehaltes in der Atmosphäre kam es zur Fusion beider Bakterien: Archaea nahmen vor zwei Milliarden Jahren die Proteobakterien in sich auf. Diese Symbiose war ein Quantensprung für die Entstehung menschlicher Zellen. Es erfolgt in der evolutionsgeschichtlichen Folge eine Arbeitsteilung: Proteobakterien entwickelten sich innerhalb der Archaea zu den Mitochondrien. Aus ihrem Genom stammen die Informationen zur aeroben Energiegewinnung. Dadurch kann die neue eukayotische Zelle nun 16-fach mehr von dem Energiemolekül ATP bilden. Aus dieser Zellgemeinschaft konnte sich dann evolutionsbiologisch die ungeheure Vielfalt ein- und mehrzelliger Lebewesen mit echtem Zellkern (Eukarya) über die Entwicklungsstufen der einzelligen Protista, der ein- und mehrzelligen Algen, der mehrzelligen Pflanzen, Pilze, Tiere und schließlich des Menschen entwickeln. Es kommt auch zum Austausch von genetischem Material zwischen beiden Arten, was für die Funktion der Mitochondrien und der Zelle insgesamt von erheblicher Bedeutung ist:

Die Mitochondrien können unter bestimmten Bedingungen von der sauerstoffabhängigen Energiegewinnung auf die anaerobe Energiegewinnung durch die Vergärung von Glucose umschalten. Das hatte bereits der Nobelpreisträger Otto Warburg 1931 postuliert und 1995 entdeckt Johannes Coy das Gen für TKTL1, das Enzym, das Mitochondrien diesen veränderten Stoffwechsel ermöglicht. Immer wenn Zellteilung notwendig ist, weil Zellen regeneriert werden müssen, schaltet die Zelle auf das uralte Erbprogramm der anaeroben Archaea um, das die Zellteilung steuert. Energie kommt in dieser Phase aus der Vergärung von Glucose. Dies ist durchaus sinnvoll, weil im Augenblick der Zellteilung die Erbinformationen der DNS als offener Strang ungeschützt sind, und durch aggressive freie Radikale, die unter den Bedingungen aerober ATP-Bildung zahlreich entstehen geschädigt werden könnten. Bei Energiegewinnung durch Zuckervergärung entstehen jedoch keine freien Radikale. Heinrich Kremer beschreibt den Zusammenhang zwischen Zellteilung und Umschaltung in der Energieproduktion und seine Bedeutung für die Entstehung von Krebs und chronischen Erkrankungen: Das Zellleistungs-Programm mit Erbinformation aus Proteobakterien ist für hohen Energiestoffwechsel erforderlich, das Zellteilungs-Programm mit Erbinformation aus den Archaea für Reparaturprozesse, aber auch – wenn es fehlgesteuert ist – für die Entstehung von Krebs.

Aus neuerer biophysikalischen Forschung ergibt sich zudem, dass das ATP-Molekül auch Information aufnehmen und weitergeben kann. ATP ist aufgrund seiner alternierenden Doppelbindungen nämlich in der Lage Lichtquanten und elektromagnetische Wellen wie eine „Antenne“ aufzunehmen. Von diesen Informationen ist eine ordnungsgemäße Zellfunktion insbesondere beim korrekten Ablesen genetischer Information in der Zelle abhängig, und für eine störungsarme Verarbeitung der Information von Lichtquanten sind wiederum intakte Mitochondrien erforderlich. Gestörte mitochondriale Lichtsteuerung ist (zusätzlich) verantwortlich für die Entstehung chronischer Erkrankungen.

Damit nicht genug:

Chronische – auch unterschwellige – Entzündungsprozesse im Körper begünstigen eine Fehlfunktion der Mitochondrien, denn Entzündung macht Zellreparatur erforderlich. Dazu schalten die Mitochondrien auf Zellteilungs-Programm der Archea um. Die Entzündungsreaktionen werden durch Botenstoffe, die Wachstum und Differenzierung von Zellen regulieren (Zytokine) und über das vegetative Nervensystem (Sympathikus) an andere Körperzellen weitervermittelt. Sie bleiben nicht lokal begrenzt sondern werden unterschwellig als „Silent Inflammation“ systemisch.

Ausgangspunkt sind oft ein „Leaky-Gut-Syndrom“ des Darmes, oder durch Nahrungsmittelallergien vom verzögerten Typ (IgG-vermittelt) hervorgerufene Entzündungen. Wir finden sehr häufig Immunreaktionen auf glutenhaltige Getreide (glutensensitive Enteropathie) aber auch andere „Primärallergene“. Auch andere „Herde“ kommen in Betracht. Der Wahrscheinlichkeit folgend, findet man 80% davon im Kopf-Hals-Bereich, und dort wieder mit 80%iger Wahrscheinlichkeit im Zahn-Kiefer-Bereich. Gemäß neuerer Studien können auch Fehlernährung und Adipositas sowie andere Stoffwechselerkrankungen zur „Silent Inflammation“ führen.

Aus all diesen Erkenntnissen entwickelt Heinrich Kremer die Zellsymbiosetherapie, die freilich so komplex aufgebaut sein muss, wie die Pathogenese aus:

zunehmenden Störungen der Zellleistungen durch gestörte Zellsymbiose

chronische auch unterschwellige Entzündungen

Mangelzustände oder nicht gedecktem erhöhten Bedarf an Vitalstoffen

Mangel an sekundären Pflanzenstoffen

Belastung mit toxischen Substanzen wie Schwermetallen, Lösemitteln, Medikamenten…

Ernährungsstörungen, Stoffwechselstörungen

Immunschwächen

chronischen Infektionen

Stress

Elektrosmog

Störungen der Verdauungsorgane

Genmutationen

Zu Beginn steht – wie bei jeder Diagnostik und Therapie in unserer Praxis – ein ausführliches ärztliches Gespräch. Ziel ist es dabei, das Ausmaß möglicher Schädigungen der Mitochondrien und den Umfang notwendiger Laboruntersuchungen einzugrenzen.

Im Anschluß sollen Laboruntersuchungen das Ausmaß von nitrosativem und oxidativem Stress, einer Darmschädigung und eines „Leaky-Gut“, Nahrungsmittelallergien und Entzündungsgrad der Silent Inflammation erfassen. Außerdem sollte ein Mangel oder Ünterversorgung an wichtigen Mikro- und Makronährstoffen laborchemisch erfasst werden. Unter Umständen können auch weitere Untersuchungen und Tests notwendig sein, um z.B. Schwermetallbelastungen oder Einflüsse von Herdgeschehen, Störfeldern oder Elektrosmog aufzustöbern.

Daraus ergibt sich dann die quasi modulare Zusammensetzung der Zellsymbiosetherapie nach Kremer mit:

Ernährungsanpassung, bevorzugt mit wenig prozessierten natürlichen Nahrungsmitteln

Protokollinfusionen mit wichtigen Stoffen für die Mitochondrienfunktion

Darmsanierung und Zufuhr von prae- und probiotischen Zubereitungen

Gabe von Substanzen, die die Funktion des oberen Verdauungstraktes unterstützen

Zufuhr von für die Mitochondrienfunktion wichtigen Nährstoffen

Gabe von natürlichen antientzündlichen Substanzen und Radikalfängern

Ausleitung und Entgiftung , Schwermetallausleitung

Herdsanierung

Mit guter Erfahrung in unserer Praxis kombinieren wir die Zellsymbiosetherapie nach Kremer gern mit:

 

intravenöser Low-Level-Laser-Therapie zur Aktivierung der Mitochondrien

Oxyvenierung nach Regelsberger als sehr wirksame antientzündliche Therapie

Neuraltherapie nach Huneke zur Modulation der Sympathikusaktivität

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie IHHT zum Zelltraining im Ruhezustand


Aus juristischen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass die Zellsymbiosetherapie, obwohl wesentliche Bestandteile des Konzeptes durch die Grundlagenforschung bestätigt sind, von der Schulmedizin bislang nicht anerkannt wird und zu den Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin zählt.

Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen der Zellsymbiosetherapie selbst und anderer mit ihr angewandter Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten der jeweiligen Therapierichtung selbst und sind nicht Bestandteil anerkannter Hochschulmedizin.