Thermographie

Thermographie

Thermographie

Thermographie macht sich die physiologische Erkenntnis zu nutze, daß bestimmte innere Organe über vegetative Innervation mit bestimmten Hautarealen innerhalb der segmental gegliederten „Head-Zonen“ der Haut in Verbindung stehen: Eine Gefäßerweiterung im inneren Organ führt dabei reflektorisch zur Gefäßverengung im entsprechenden Hautareal und damit dort zu verminderter Wärmeabstrahlung, und umgekehrt. So können auch z.B. Bauchschmerzen durch eine auf bestimmte Bauchareale aufgelegte Wärmflasche gelindert werden, weil dadurch reflektorisch die Durchblutung im betreffenden Bauchorgan gesteigert wird. Kühlt ein gesamter Körper ab, friert er. Dabei vermindert der Organismus vermittelt über das vegetative Nervensystem die Durchblutung der Haut und damit der Abstrahlung von Wärme, um die Körperkerntemperatur durch gesteigerte Durchblutung aufrecht zu erhalten.
Auffällig sind Hautareale, deren Temperatur im Vergleich zu einem gesunden Kollektiv erhöht oder erniedrigt sind, bzw. deren Temperatur sich bei der Abkühlung während der Untersuchung nicht verändert. Damit erhält man Hinweise darauf, welches Organsystem dauerhaft minder- oder mehrdurchblutet ist, oder eine Störung der vegetativen Steuerung des Reflexbogens zwischen Haut und innerem Organ vorliegt.

Im Untersuchungsgang wird die ultraviolette Wärmeabstrahlung an 62 Arealen des Kopfes, Bauchs und Rückens mit Hilfe einer spezifischen Sonde, die ähnlich einer Wärmebildkamera zur Beurteilung von Isolationsschwachstellen an Häuserfassaden funktioniert, dreimalig gemessen und die Meßergebnisse mit Hilfe eines an der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit IBM entwickelten und validierten Analysesystems ausgewertet.